» 75-jähriges Gründungsjubiläum der Kolpingfamilie Welden

 

75-jähriges Gründungsjubiläum der Kolpingfamilie Welden

Bericht in der Augsburger-Allgemeine vom 14.10.2003

Sehr rüstig auch mit 75 Jahren
Viele Gratulanten versammelten sich am Samstagabend in der Pfarrkirche und nachfolgend im Holzwinkelsaal, um der Kolpingfamilie Welden zur Feier des 75-jährigen Gründungsjubiläums alle guten Wünsche zu überbringen. Der Jubilar selber präsentierte sich als ein umsichtiger und großzügiger Gastgeber und hatte alle nur möglichen Vorbereitungen für ein gutes Gelingen getroffen.

Die Jubiläumsfeier begann mit einem festlichen Gottesdienst, den die Marktkapelle der Musikvereinigung musikalisch begleitete. Mit der Geistlichkeit zogen auch sieben Fahnenabordnungen der Weldener Vereine und der Kolpingfamilien aus Mering (Bezirksbanner), Augsburg-Zentral, Augsburg Kriegshaber, Gersthofen, Baar, Biberbach, Thierhaupten, Diedorf, Fischach, Schwabmünchen, Wertingen, Dillingen, Lauingen und zuletzt das eigene Banner in das Gotteshaus ein.

Ortspfarrer Bernd Reithemann sprach herzliche Grußworte, um dann zusammen mit Hauptzelebrant Josef Hosp und Monsignore Dr. Ernst Freiherr von Castell die Eucharistie zu feiern.

Diözesanpräses Hosp stellte seine aufrüttelnde und begeisternde Ansprache unter das Kolping-Wort „Jesus Christus, Gottes Sohn, für uns Mensch geworden, ist die gewaltigste Weltwahrheit, die wir besitzen“. Er verband damit die Frage an die Zuhörer nach dem persönlichen Umgang mit dieser Weltwahrheit. Die Gläubigen, insbesondere auch die Kolpingmitglieder, seien zur Nachfolge Jesu und zu aktivem Handeln berufen. Die 75-Jahr-Feier könne in diesem Sinne auch für die jubilierende Kolpingfamilie eine echte Chance sein.

Mit den Musikanten zogen die Festgäste anschließend zur weltlichen Feier im recht einladend gestalteten Holzwinkelsaal, wo das Saxophonsextett der Harmoniemusik Welden die Zwischenspiele besorgte.

Die große Familienfeier eröffnete Bäckermeisterin Barbara Reiser, die seit 1991 und damit als dienstälteste Vorsitzende mit Erfolg an der Spitze der Kolpingfamilie mit derzeit 102 Mitgliedern steht. „Die Ideale Adolph Kolpings sind Verpflichtung für unsere Arbeit im täglichen Leben“, steckte sie die Zielsetzung für die Bereiche Ehe und Familie, Arbeitswelt, Freizeit, Kirche, Gesellschaft und Staat ab.

„Bergpfarrer“ Dr. Ernst Freiherr von Castell, Präses und damit geistlicher Betreuer der Kolpingfamilie Welden, vor wenigen Tagen mit dem hohen Ehrentitel „Monsignore“ ausgezeichnet, lenkte den Blick der Gäste auf die wirtschaftlichen und politischen Veränderungen seit dem Gründungsjahr 1928. „Die 75 Jahre waren erst der Anfang, ein uns überlassenes gutes Fundament. Bauen wir darauf weiter!“ lautete seine Ermunterung für die Zukunftsaufgaben.

Ein „mutiges Weiter so!“ gab der Vorsitzende des Kolping-Diözesanverbandes, Erwin Fath, den Weldenern mit auf den Weg in die nächsten Jahre. Sie hätten von Anfang an Aufgaben und Wege beschritten, die heute noch aktuell seien und im christlichen Sinn Orientierung geben für eine verantwortungsvolle Lebensführung.

Bürgermeister Peter Bergmeir bescheinigte der Kolpingfamilie, sich immer aktiv am Gemeindeleben zu beteiligen. Überzeugendes Beispiel sei die perfekte Organisation des Ritterturniers beim Historischen Marktfest 2002 gewesen.

Im Namen der Pfarrgemeinde gratulierte Pfarrer Bernd Reithemann.

Eine sehr gut aufbereitete und recht ausführliche mediale Präsentation der 75-jährigen Vereinsgeschichte, die sehr beifällig aufgenommen wurde, boten Ernst Saule, Claudia Schmucker und Markus Glaß.

Viel Beifall erntete auch eine von Siggi Rieger betreute Mädchentanzgruppe (Kinder von Kolpingsmitgliedern).

Ein von Harald Rieger, Marlene Rinninger und Thomas Bihler in Eigenproduktion gestalteter Sketch in schwäbischer Mundart mit dem Titel „Man muss bloß etwas abwarten können“ rief Lachsalven am laufenden Band hervor.

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Die Kolpingfamilie Welden ist heuer 75 Jahre alt. Glückwünsche überbrachten viele Gratulanten.
Im Bild von links Diözesanpräses Josef Hosp, Ortsvorsitzende Barbara Reiser, Diözesanvorsitzender Erwin Fath
und Präses Monsignore Dr. Ernst Freiherr von Castell.

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In einem selbst verfassten Sketch stellten (von links) Marlene Rinninger, Harald Rieger und Thomas Bihler dar, wie der Gesellenvater Kolping
als Vorbild einen arbeitsscheuen Burschen auf den richtigen Weg brachte.

Bilder-Rückblick vom 75-jährigen Gründungsjubiläum der Kolpingsfamilie